Die Preissteigerungen bei der Fernwärme war zumindest in Dessau in den letzten Monaten Anlass zum Ärger. Einerseits sehen Fernwärmekunden, die nicht leicht auf eine anderen Energieversorgung wechseln können, die Preissteigerungen als ungerecht. Gerade Wohnungsbaugesellschaften mit ihren oft ans Fernwärmenetz angeschlossenen Beständen werden für die Mieter weniger attraktiv. Andererseits wird die meist in Kraft-Wärme-Kopplung herstellte Fernwärme gegenüber der Erzeugung aus Erdgas oder Erdöl am Markt weiter geschwächt. Pikant wird das ganze durch die Monopolstellung der Wärmenetzbetreiber, zumeist der Stadtwerke, die hier einen leichten Weg gefunden haben, ihre Rendite zu steigern. Die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage von mir ist eine mit Mühe und Sorgfalt zusammengetragene Aufstellung. Sie zeigt aber vor allem, dass die Landesregierung wenig über die
Fernwärmenetze weiß und ihre Rolle als Kartellaufsicht bestenfalls zurückhaltend wahrnimmt. Von Marktzugang und der Rolle erneuerbarer Energien in Wärmenetzen ist wenig bis nichts zu erfahren.
Details finden sich hier, Rückmeldungen sind – wie immer –
willkommen.
http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/index.php?id=200&typ=2&cmd=send&viewType=all&did=K-51294
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